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Tierhaltung – damals und heute

erstellt am 29.08.2016

Als vor 10.000 Jahren die Besiedlung und die Sesshaftigkeit im Vordergrund stand, und die Lebensweise der Jäger und Sammler durch Ackerbauern und Viehzüchter abgelöst wurde, war dies ein großer Schritt für die Menschheit. Die Entwicklung der Sesshaftigkeit mit stationären Ackerbauflächen und Tierhaltung ließ die ersten Bevölkerungsgruppen und Dörfer entstehen.

Nutztiere wurden vielseitig verwendet und dienten dem Menschen zur Erzeugung von Nahrungsmitteln und Gebrauchsgütern wie Leder und Wolle, aber auch als Lasten- und Arbeitstier. Das Zusammenleben von Mensch und Nutztier unterschied sich deutlich von heutigen Maßstäben – das Tier war mehr „wert“, und es wurde darauf geachtet, dass es gesund blieb. Das Zusammenleben von Nutztier und Mensch war enger, oft unter einem Dach.

Die Art und Weise der Haltung hat sich stets weiterentwickelt. Heutzutage sind die Ställe der Nutztiere meist vom Wohnhaus getrennt. Die moderne Tierzucht begann sich etwa in den 1970er Jahren zu etablieren. Die Anforderungen an die Tiere wurden immer größer – mehr Legeleistung, höhere Milchproduktion, schnellerer Muskelaufbau waren gefragt. Die Bedürfnisse der Tiere wie Bewegungsdrang und Sozialbeziehungen traten in den Hintergrund. Heutzutage prägen die Wörter „Intensiv-Tierhaltung“ oder „Massen-Tierhaltung“ den Bereich der Nutztierhaltung.

Sie bezeichnen die hochtechnisierte Viehhaltung meist nur einer einzigen Tierart in ländlichen Großbetrieben mit nicht ausreichend verfügbaren landwirtschaftlichen Nutzflächen. Das primäre Ziel ist dabei die größtmögliche Erhöhung des erwirtschafteten Ertrages. Heute leben 85,5% der Mastschweine auf Vollspaltenböden und rund 70 % aller Zuchtsauen leben ununterbrochen im Kastenstand. Die intensive Tierhaltung setzt eine Vielzahl von Techniken ein, um die Produktivität der Viehzucht zu erhöhen.

Hierzu zählen Weiterentwicklungen auf den Gebieten der Genetik, Tierernährung, Automatisierung und des Gesundheitsmanagements. So wurde etwa die jährliche Milchleistung einer Kuh von durchschnittlich 1.500 Liter im Jahr 1959 auf über 6.000 Liter gesteigert – die natürliche Lebenserwartung von 20 Jahren erreicht so eine Kuh nur selten.

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